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Ortsbeirat Löschenrod erarbeitet Gestaltungsvorschlag für den Mehrgenerationenplatz in Löschenrod


 

In der vergangenen Ortsbeiratssitzung am 11.12.2017 wurde neben vielen laufenden Aktivitäten auch der für 2018 geplante "Mehrgenerationenplatz" thematisiert und vorgestellt. Nach der letzten Sitzung im August wurde ein Arbeitskreis bestehend aus Vertretern des Ortsbeirates und ehrenamtlichen Helfern gebildet. Ziel war innerhalb drei Monaten gemeinsam mit renommierten Spielplatzfirmen ein Konzept zu erarbeiten, das mit Blick auf die bestehenden Rahmenbedingungen unterschiedliche Anforderungen für Jung und Alt verwirklicht. Acht Firmen sind der Anfrage des Ortsbeirates gefolgt und haben sich im Rahmen von Ortsterminen ein Bild von der Ausgangslage gemacht. "Wir haben interessante Gespräche mit den Spielplatzfirmen geführt und profitieren jetzt von den Erfahrungswerten und innovativen Ideen", berichtet Ortsvorsteher Holger Breithecker (SPD), der zusammen mit seinem Stellvertreter Oliver Kümmel (BLE) und der ehrenamtlichen Helferin Frau Anke Dorn-Kapfer den Arbeitskreis bildete. Die Hersteller der Spielplätze kommen aus unterschiedlichen Regionen des Bundesgebietes und haben dem Ortsbeirat allesamt ein Angebot unterbreitet sowie Gestaltungsvorschläge eingereicht. So sind auf dem Gelände nun verschiedene Bereiche vorgesehen, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen sollen. "Der Platz soll die Menschen und Generationen in Löschenrod verbinden, er soll ein Platz der Begegnung und der Vernetzung werden", erläutert Breithecker die Zielsetzung in der Konzeptionsphase.

Zu dieser Vernetzung soll auch die Integration des alten Fliedetreffs auf dem neuen Mehrgenerationenplatz beitragen. Jedoch nicht in seiner jetzigen Form sondern als runderneuerte geschlossene Variante, die von der Back- und Schlachthausgemeinschaft genutzt werden kann. Steffen Blaschke (1. Vorsitzender des Vereins und Schriftführer im Ortsbeirat (CDU)) sieht in diesem Schachzug eine Win-Win-Situation für die Gemeinde, den Verein und die Nutzer des neuen Platzes. "Wir können uns von Seiten des Vereins die Nutzung des Fliedetreffs auf dem neuen Gelände gut vorstellen, denn in den bestehenden alten Räumlichkeiten wird aktuell durch die Gemeinde nicht investiert - auch nicht perspektivisch im Investitionsplan", erläutert Blaschke. Und Ideen für die Verwendung gibt es genug. Diese reichen vom Ploatzverkauf bei den Backhausfesten, über einen Verpflegungsstand bei kleineren Sommer-Serenaden der Schoppebläser bis hin zum adventlichen Weihnachtsmarkt mit Glühwein- und Grillverkauf. "Perspektivisch könnte sich diese "Außenstelle" der Back- und Schlachthausgemeinschaft aber noch zum eigentlichen Backhaus mit integriertem oder angebautem Ofen entwickeln", ergänzt Blaschke, der mit seinem Verein das Brauchtum "Backen" erhalten möchte. Wichtig sei zum jetzigen Zeitpunkt aber, dass von Seiten der Gemeinde im Rahmen der Umgestaltung des Platzes auch die infrastrukturellen Voraussetzungen für das Backhaus der Zukunft geschaffen werden. Von daher kommt die Idee zur rechten Zeit und könnte gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. "Der Abbau zur Substanzerhaltung des Fliedetreffs wurde vom Gemeindevorstand bereits genehmigt und die Helfer stehen in den Startlöchern", resümiert Blaschke und freut sich auf die zeitnahe Umsetzung in Verbindung mit der Erstellung des neuen Mehrgenerationenplatzes.

Finanziell könne das gesamte Vorhaben auch vom Landkreis unterstützt werden, da es unterschiedliche Referenzprojekte und Fördermöglichkeiten bei der Standortentwicklung gibt, ergänzt Breithecker, der bereits im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" mit dem Fachdienstleiter Regionalentwicklung des Landkreises Fulda Bruno Günkel in Kontakt steht. Löschenrod wolle mit dem Projekt ein Best-Practice-Beispiel für andere Dorfentwicklungen werden, insbesondere, da der Ort bei der Teilnahme am Wettbewerb mit einem Sonderpreis für Entwicklungskonzepte ausgezeichnet wurde. Die offizielle Antragsstellung müsse aber über die Gemeinde erfolgen. Gleiches gilt auch für die Anfragen im Leader-Programm, das die Entwicklung des ländlichen Raums im Regionalforum Fulda Südwest fördert. Eine dritte Fördermöglichkeit sieht der Ortsbeirat beim Hessischen Kultusministerium Abteilung Hessisches Ministerium für Soziales und Integration, mit dem der stellvertretende Ortsvorsteher Oliver Kümmel in Kontakt steht und Fördermöglichkeiten auslotet, da der Mehrgenerationenplatz auch einen integrativen Ansatz beinhaltet. Um sich hier ein Bild von umgesetzten Möglichkeiten in der Region zu verschaffen, hat sich der Arbeitskreis auch mit dem Leiter des Antonius Netzwerk Mensch in Verbindung gesetzt und bei einem 3-stündigen vor Ort Termin eine Führung über das Anwesen genossen und in Erfahrung gebracht, was bei generationsübergreifenden Projekten zu beachten sei.

"Im Haushalt wurden dem Ortsbeirat bereits Mittel für die Umgestaltung in Aussicht gestellt, die es ggf. in Verbindung mit Fördergeldern sinnvoll zu investieren gilt", betonen Breithecker und Kümmel. Daher habe man auch darauf bestanden, sich zusätzliche Fachkompetenz von spezialisierten Spielplatzfirmen mit ins Boot zu holen. Diese Vorgehensweise hat sich gelohnt. Denn alle Vorschläge haben Ideen generiert und wurden in einer Sondierungsphase vom Arbeitskreis priorisiert. Die drei favorisierten Anbieter wurden anschließend nochmals angesprochen und hatten die Möglichkeit in einer zweiten Runde ein Angebot abzugeben. Am Ende wurde dann ein finaler Gestaltungsvorschlag mit Einbeziehung des erneuerten Fliedetreffs auserkoren und dem Ortsbeirat sowie den anwesenden Bürgern präsentiert. Das Ergebnis lässt sich sehen. Denn alle anwesenden Mitglieder haben sich für den Nutzungsvorschlag des Fliedetreffs und das Gestaltungskonzept für den Mehrgenerationenplatz begeistern lassen und unterstützen mit gleichzeitiger Beantragung einstimmig die Umsetzung, die laut Breithecker im Frühjahr beginnen soll. "Ich bin optimistisch, dass wir zu diesem Zeitpunkt starten können, da wir der Gemeinde einen Großteil der Planungszeit abgenommen haben und sozusagen eine Steilvorlage geben", betont Breithecker und hofft, dass Bürgermeister mit Bauabteilung nun noch "einnetzt" den Auftrag vergibt.

Als nächstes steht nun ein Besprechungstermin mit Bürgermeister Dieter Kolb und dem Leiter der Bauabteilung Nico Schleicher an, um die weitere Vorgehensweise zu fixieren. Der Öffentlichkeit soll neben der letzten Ortsbeiratssitzung auch im Rahmen einer Infoveranstaltung im Februar oder März die Möglichkeit gegeben werden, sich ein Bild von dem Projekt zu machen. "Wir wollen die Bürger begeistern und hoffen auf tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung", schließen Breithecker, Kümmel und Blaschke ab, denen man die Vorfreude deutlich im Gesicht ansehen kann.








 

 

 

 

 

 





 


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