Gemeinde Eichenzell

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Inklusionsprojekt Eichenzell - Einweihung Herrenhaus


Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Sonntag, 15. Oktober 2017, das Herrenhaus in Eichenzell eingeweiht. Zahlreiche Besucher versammelten sich im Hof des neu sanierten Gebäudes im Ortskern der Gemeinde, um gemeinsam mit den neuen Bewohnern zu feiern.
 
 

Das Herrenhaus ist ein Inklusionsprojekt von antonius, dem Verein "Leben und Arbeiten in Eichenzell e. V." sowie der Gemeinde Eichenzell. Junge Menschen mit Behinderung bekommen mit diesem Projekt die Möglichkeit, unabhängig von ihrem Elternhaus und so selbstständig wie möglich, in ihrer Wunschheimat zu leben. Im Oktober konnten 17 Menschen mit Behinderung ihre neuen Apartments beziehen. Außerdem wurde im Zuge der Renovierungsarbeiten das Herzstück des Hauses - der historische Gewölbekeller - aufgewertet und barrierefrei umgebaut. Dieser steht den Bürgerinnen und Bürgern ab sofort für inklusive Kultur-, Bildungs-, und Freizeitangebote zur Verfügung.

"Es sind viele Menschen nötig, um Inklusion in der Gemeinde umzusetzen und zum Blühen zu bringen", sagte Björn Bierent, Leiter des Projekts Leben und Arbeiten, bei seiner Begrüßung. Das Inklusionsprojekt in Eichenzell verglich er mit einem Baum: "Die Wurzeln stellen die Familien der Bewohner dar, der feste Stamm steht für das Herrenhaus. Die Zweige des Baumes symbolisieren die Menschen, die im Herrenhaus ein neues Zuhause gefunden haben und die jetzt in die Gemeinde hineinwachsen wollen", so Bierent weiter.

Das Projekt hat sich vor etwa sieben Jahren aus einer Elterninitiative heraus entwickelt. Eltern aus Eichenzell hatten den Wunsch, dass ihre Kinder mit Behinderung in ihrer Heimatgemeinde leben können. "Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, seine persönliche Lebensperspektive zu entwickeln. Dazu gehört auch die Entscheidung, wo er leben und arbeiten möchte. Deshalb unterstützt antonius dieses Projekt gerne als Kooperationspartner", sagte Rainer Sippel, Geschäftsführer von antonius.

Aus dieser Idee ist dann im Jahr 2010 der Verein "Leben und Arbeiten in Eichenzell e. V." entstanden. Erhard Kiszner ist der erste Vorsitzende des Vereins. Sein Sohn, der eine Behinderung hat, lebt ebenfalls im Herrenhaus. "Wir sind sehr glücklich darüber, dass der Bau des Herrenhauses nun abgeschlossen ist. Aber unsere Arbeit ist noch lange nicht beendet. Als nächstes gilt es die Begegnungsstätte mit Leben zu füllen", blickt Kiszner in die Zukunft. 



Bürgermeister Dieter Kolb, machte den neuen Gemeindemitgliedern ein besonderes Geschenk: Er überreichte jedem das Maskottchen der Eichenzeller - den "Weckfresser" - und hieß sie damit herzlich willkommen. In seiner Ansprache betonte er die besondere Bedeutung dieser Einweihung für seine Gemeinde: "Die Infrastruktur von Eichenzell wird heute um einen wichtigen Baustein erweitert. Das Herrenhaus ist ein Meilenstein für Inklusion in der Gemeinde Eichenzell", so Kolb.

Dennis Martin, Geschäftsführer von spotlight musicals, überreichte einen Spendenscheck in Höhe von 4.000 Euro an den Verein "Leben und Arbeiten in Eichenzell e. V.". Außerdem nutzte Familie Bernhard die Gelegenheit eine Spende in Höhe von 500 Euro, die sie im Rahmen ihres Hoffests gesammelt hat, zu übergeben. Nach dem offiziellen Teil durften sich alle Kooperationspartner mit ihrem bunten Fingerabdruck auf der Leinwand, die einen Baum darstellte, verewigen und zeigten so, dass Sie durch ihr Engagement Inklusion in Eichenzell zum Blühen bringen. Anschließend segneten Pfarrer Guido Pasenow und Santra Heller-Schmitt die neuen Räumlichkeiten. Die vielen Besucher genossen die herzliche Stimmung und feierten bei leckerem Essen, wie "Ochs am Spieß" und musikalischer Umrahmung den besonderen Tag Eichenzells.

Die Umbauarbeiten des Herrenhauses dauerten etwa drei Jahre. Architekt des Gebäudes ist Stephan Storch von Reith Wehner und Storch. Für den Umbau wurden insgesamt 2,5 Millionen Euro investiert.

Fotos: Hanna Wiehe / Fuldaer Zeitung



 


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