Gemeinde Eichenzell

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Erholung und Waldpädagogik im Gemeindewald Eichenzell


Lern- und Erholungsangebote für alle Bürgerinnen und Bürger

Der Eichenzeller Gemeindewald erfüllt verschiedene Funktionen: In seiner Größe und relativen Abgeschiedenheit stellt er den besten Lebensraum dar, um insbesondere selten gewordenen Pflanzen- und Tiergemeinschaften unverzichtbare Rückzugsgebiete und Nahrungsangebote bereit zu halten. Als Lieferant des unentwegt nachwachsenden Rohstoffes Holz befriedigt er die Bedürfnisse fast aller Menschen nach ästhetischer Umgebung ihrer Wohnräume bis hin zur von ihren Öfen ausgehenden, wohltuenden Wärme. Nicht zuletzt gewinnt der Gemeindewald für Kinder, Schüler und Erwachsene immer mehr an Bedeutung für eine umfassende naturkundliche Bildung oder als erholungsträchtiger Ort innerer Einkehr.



Ort der Erholung

Viele der von Lärm, Hast, Abgasen oder den visuellen Reizen digitaler Technik alltäglich beanspruchten Menschen drängt es in die ihre Sinne beruhigenden Wälder. Der Gemeindewald Eichenzell mit seinen unzähligen Ruheräumen und Kraftorten bietet hierfür die ideale Umgebung. Egal ob Wanderer, Jogger, Reiter oder Radfahrer: Jeder Bürger genießt freies Betretungsrecht und kann den "Erholungsraum Wald" kostenlos nutzen.



Zum "Erholungsraum Wald" gehört ein gut gepflegtes Wegenetz. In Zusammenarbeit mit der Revierförsterei Eichenzell und Hessen-Forst wurden in den Jahren 2005 - 2015 insgesamt 9037 Meter gemeindlicher Waldwege hauptsächlich mit Hilfe von EU-Geldern instandgesetzt.





Wanderer und Reiter genießen die herbstliche Stimmung im Eichenzeller Gemeindewald.

Waldpädagogik mit Kindern

Alles, was auf dem Boden und dicht vor den Füßen der Kita-Kinder herumkrabbelt, erweckt deren kindliche Neugier, ihren Wissensdrang und ihre Fantasie. So ist es in erster Linie Aufgabe der Erwachsenen, sie aus der sicheren Umgebung sauberer Räume und ebener Rasenflächen herauszuführen in die unwirtlicheren Welten eines Waldes. In Zusammenarbeit mit der Revierförsterei Eichenzell eröffnete die Gemeinde Eichenzell im Frühjahr 2015 offiziell zwei "Waldspielplätze" jeweils für die Kitas Rothemann und Rönshausen. Beide Plätze werden von den Kindern regelmäßig und mit großer Freude aufgesucht. Die Eltern unterstützen diese Projekte tatkräftig und registrieren gemeinsam mit den Pädagoginnen deutliche Verbesserungen in der Motorik der Kinder.



Sichere Bewegungsabläufe auf dem unebenen Terrain eines Waldbodens stellen für die 3 bis 5-jährigen Kinder der Kitas eine nicht alltägliche Herausforderung dar.



Ein von den Kindern erbautes Tipi am Rönshäuser "Waldspielplatz".



Der Unterschied zwischen einem Hirschgeweih und einem Rehgehörn wird spielerisch erlernt.



Die Kinder der Kita "Gänseblümchen" in Rothemann teilten bei der Einweihung ihres Waldspielplatzes ihr aus vielen Ästen gefertigtes "Boot" gerne mit den Erwachsenen.

Waldpädagogik mit Schülern


In Zeiten digitaler Reizüberflutung dürfte allgemeiner gesellschaftlicher Konsens darüber bestehen, dass die Sensibilisierung Heranwachsender für die Natur als unser aller Lebensgrundlage eine besondere pädagogische Herausforderung darstellt.

Gemeinsam mit den beiden Kita-"Waldspielplätzen" Rothemann und Rönshausen wurde im Frühjahr 2015 auch für die Schülerinnen und Schüler der Hattenhofer "Grundschule am Rippberg" ein solcher Lern- und Spielort unter Beteiligung von Bürgermeister Dieter Kolb und der Fuldaer Zeitung offiziell eingeweiht. Wie die Viertklässler in einem Artikel für die Fuldaer Zeitung berichteten, wird ihr "Zauberwald" sowohl im Spiel als auch im Zuge thematischer Arbeit erlebt und erfahren.





Die Schüler der Hattenhofer "Grundschule am Rippberg" erobern ihren "Zauberwald"


Waldpädagogik mit Erwachsenen


Welche Ziele könnte Waldpädagogik für Erwachsene verfolgen?

Sie sollte größere Früchte hervorbringen als ein kurzfristiges Interesse am heimischen Wald, welches von öffentlich heiß diskutierten Themen wie die Errichtung gigantischer Windräder oder ebensolcher Stromtrassen befeuert wird. Man kann nur wirklich schützen, ehren und lieben, was man kennt, aber um die Natur zu verinnerlichen und ihr authentischer Fürsprecher zu werden bedarf es mehr als nur einer vorübergehenden Beschäftigung mit ihr.

Der Wald als bergende Umgebung eines Zu-sich-Findens, des Innehaltens, Staunens und Schweigens, der Freude und des Trostes ist nichts Geringeres als ein Kraftort erfahrbarer Spiritualität. Ihr sollte Erwachsenen-Arbeit in erster Linie gelten.





In Zusammenarbeit mit der Revierförsterei Eichenzell wurde im September 2015 der "Albert Schweitzer-Pfad am Rippberg" eingeweiht. Seither sind mehr als 200 Interessierte über den Pfad und den Gipfel des Rippberges geführt worden.



Bereits seit vielen Jahren werden auf dem "Baumarten-Pfad" im Rippberg besonders eindrucksvolle Bäume vorgestellt und ihre praktische, medizinische, kulturelle oder religiöse Bedeutung für den Menschen in seiner Geschichte erläutert.

 

Ein Baum-Individuum auf dem "Baumarten-Pfad": Eine vom Blitzschlag gezeichnete, über 100 Jahre alte Kirsche.

 

Zudem können "Sternen-Wanderungen" im Burkhardser Kopf oder "Lyrische Wanderungen" im Rippberg bei der Revierförsterei Eichenzell angefragt werden.

 
Norbert Hahnel
Revierförsterei Eichenzell







 


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